Heike Besslich   -   Titus Carduck   -   Thomas Ehehalt   -   Ute Eizenhöfer   -   Claudia Frey   -   Doris Gassmann   -   Jürgen Glaser   -   Ulrike Grigorieff   -   Marion Knorr   -    Susanna Kuschek   -   Mireille Lalive d'Epinay   -   Kerstin Mayer   -   Sandra Marie Michaluk   -   Petra Ohnmacht   -   Gitta Pielcke   -   Kathrin Sättele   -        Anja Schönmeyer   -   Viola Schwalm   -   Monika Seitter   -   Ute Strothotte   -   Erich Zimmermann   -  

 

                             

ZEITGLEICH

 

Als Gruppe ZEITGLEICH stellen in diesem Jahr 22 Schmuckmacher gemeinsam ihre Stücke auf der Frankfurter Messe Tendence Lifestyle 2003 im Areal Carat Creativ in Halle 6.2 aus. So unterschiedlich ihre Stile und Handschriften sind, so sehr entsprechen sie sich in ihrem Anspruch: Schmuck ist für keinen unter ihnen beliebige Dekoration, sondern steht aufgrund seiner individuellen Gestaltung und häufig auch seiner Symbolik im ständigen Dialog mit der Persönlichkeit des Trägers. 

Alle 22 GestalterInnen der Gruppe stehen in deutlichem Widerspruch zur Idee des vermeintlichen Mainstream-Produkts, das jeden ansprechen will und dabei allen Charakter opfert. Die Zeitgleich-Designer setzen auf eine andere Bewegung im Publikum unserer Gegenwart. Ein Publikum, das den Schmuck sucht, der seinen eigenen Werten und seiner Persönlichkeit Ausdruck verleiht.

Ein inspirierendes Thema ist für viele Gestalter die Natur in ihrer unmittelbaren Schönheit, ihrem beständigen Kreislauf von Werden und Vergehen und ihrer Fähigkeit, der Alltagshektik als Gegengewicht und Rückzugsgebiet entgegen zu stehen.

 

Die unscheinbaren, aber wunderbar vielgestaltigen Samen und Staubbeutel der Pflanzen sind die Inspirationsquelle für die Ketten von Heike Besslich. Sie nimmt die Ungleichmäßigkeit dieser kleinen botanischen Elemente auf, häuft sie zu uneinheitlichen Gruppen an und gibt ihren zurückhaltenden Charakter in zarten Grau-in-Grau-Farbspielen wieder.

 

Schmuckfoto Heike Besslich

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Zur vollen Blüte haben sich die Pflanzen in den Schmuckstücken von Claudia Frey und Ulrike Grigorieff entfaltet. Claudia Frey entwirft klatschige "Tapetenblumen", mit denen sie sich auf die wohlfeile Verwandlung der Naturblume ins bürgerliche Alltagsornament bezieht. "Tapetenblumen sind wie die Begriffe, in die jeder seine Welt kleidet", sagt sie und weiß gleichzeitig um die Eigendynamik, die diese Klatschblumen in ihrem ironischen Schmuck entfalten.

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Ulrike Grigorieff spielt nicht nur mit den Formen, sondern mit der leuchtenden Farbigkeit der Blumenwelt, indem sie ihre stark reliefierten Ringe mit strahlendem Feueremail akzentuiert.

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www.grigorieff.de

 

Die Schmuckstücke aus Gitta Pielckes Serie "nature" sind durch und durch in floralen Formen gehalten; Blüten und Pflanzenelemente von plastischer Dreidimensionalität winden sich um die Finger der Ringträgerinnen, sodass Körper und Natur fast miteinander zu verwachsen scheinen.
 

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www.gitta-pielcke.de

Die Magie der edlen Steine ist Erich Zimmermann seit Jahren zur Obsession geworden. Er reist rund um den Globus, um Edelsteine in außergewöhnlichen Farben und Formen zu finden, die er dann zu den hinreißenden Protagonisten seiner Prinzessinnen-Ringe und -Anhänger macht: von einigen schlichten Krappen gefasst, stehen die großen Steine in bezwingendem Mittelpunkt.

 

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www.erich-zimmermann.com

Bei Sandra Marie Michaluk ist nicht die Welt der Pflanzen und Steine das Naturthema des Schmucks, sondern die Tierwelt. Sie ist fasziniert von der Lebendigkeit und der vielfältigen Schönheit der Vierbeiner. Kleine Schafe und Kühe oder auch nur Fellstrukturen prägen die Formen ihrer Ringe und ihres Ansteckschmucks und künden vom wunderbaren Reichtum der animalischen Welt.

 

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Susanna Kuschek widmet sich den Gestaltungen des Organischen auf ganz unmittelbare Weise: Sie arbeitet in der alten Ossa-Sepia-Technik, bei der die Gussform aus dem Rückenschulp des Tintenfischs hergestellt wird. Die in diesen Formen gegossenen Stücke bestechen durch ihre natürlichen Oberflächen und durch ihre tentakelartige Grundstruktur. Hier ist das Tier quasi in den Entstehungsprozess des Schmuckstücks mit einbezogen.

 

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Vom Themenbereich der Natur zur Welt der Antike, mit der sich Doris Gassmann für ihre neue Kollektion auseinandersetzt, ist es zwar ein weiter Sprung, es gibt aber entscheidende Gemeinsamkeiten: Beide Sujets stehen heute für zeitübergreifende Entwicklungen, die verlässliche Orientierungsfelder in einer nicht immer verlässlichen Gegenwart bilden. Doris Gassmanns "Artemis"-Schmuck bildet griechische Mäander und Musterbänder in Gold und Silber nach. Ihre Stücke rufen einerseits die Ursprünge der abendländischen Kultur selbst, andererseits die sinnliche Kraft der griechischen Kunst ins Bewusstsein.

 

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www.dorisgassmann.de

Von archaischer Qualität sind auch die Stücke von Thomas Ehehalt, der grafische Ideen zu Schmuck werden lässt – vor allem zu Männerschmuck. Plastische Buchstaben, runenartige Formen oder kräftig ins Dreidimensionale gearbeitete Ornamente werden zu überzeugenden, massiven Silberstücken.

 

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www.schmuckmeister.de

Weniger abstrakt ist der Umgang mit Sprache, den Mireille Lalive d'Epinay in ihren "Liebesringen" pflegt. Auf der Innenschiene ihrer neuen Paarringe findet sich eine Zeile aus einem chilenischen Liebesgedicht, das sich erst durch Drehen der aus Plättchen zusammengesetzten Schiene lesen lässt. Die Idee, den Trägern ein privates Geheimnis in ihren Ringen mitzugeben, entspricht der Schweizerin, der es stark auf den persönlichen Charakter ihres Schmucks ankommt.

 

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www.mir-design.ch

Für individualistische Paare sind auch die Ringe "viva!" aus der Kollektion "wilde ehe ringe" von Marion Knorr. Wieder findet die Designerin einen Weg, Symbolik Form werden zu lassen. Mit gewollter Unregelmäßigkeit umschlingen sich die verschiedenen Metallbänder der Ringschiene, deren textilartige Oberfläche sich beim Tragen verändert – das feste Metall erscheint hier so wenig starr wie das Leben selbst.

 

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www.marion-knorr.de

Einen ebenso ungewöhnlichen Umgang mit den Konventionen des Schmucks findet Ute Eitzenhöfer auch in ihrer neuen Ringserie "Keinstein". Wieder setzt sie sich im weitesten Sinne mit Steinen und Ihren Fassungen auseinander. Diese Ringe sind formal von verschiedenen Steinschliffen inspiriert. Kein Stein und doch ein Stein. Ein „Stein“ der keine Fassung braucht. Und noch immer gilt der Satz: "Von Brillanten, die nicht immer unnötig sind, anstatt derer man aber auch etwas anderes benutzen kann".Verborgene Spielereien, die ihre Designer und Besitzer immer wieder erfreuen – und die selbst dann einen angemessenen Platz für sich beanspruchen, wenn sie nicht getragen werden.

 

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Von Außen eine schlichte Papiertüte, Innen ein samtiges Geheimnis. Diese Schmuckbehausung von Petra Ohnmacht ist aus hochwertigem, beflocktem Papier gefertigt, platzsparend flach geliefert und bei Bedarf aufzufalten.

Ein lose beiliegender Verschlussstreifen dient zum Schließen.

Velvet ist in zwei Größen zwei und Farben erhältlich.

 

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www.schmuckbehausungen.de

Wohltuend wie eh und je ist das klare, reduzierte Design, das sich in der Schmuckwelt einen festen Platz erobert hat. Titus Carduck macht kühlen Männerschmuck, dessen schlichte, elegante Geometrie eine sehr maskuline Ausstrahlung hat.

 

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www.titus-carduck.de

Optische Strukturen faszinieren Anja Schönmeyer. Ihre filigranen, zurückhaltenden Ketten wiederholen stets eine Ausgangsform in linear aufeinanderfolgenden Segmenten. So entstehen reizvolle neue Ordnungen von eigenwilliger Dynamik.

 

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Auch Kathrin Sättele befasst sich mit dem Prinzip der Reihung, gepaart mit der Ausstrahlung des Handwerklichen. Ihre leichten dreidimensionalen Ösenketten weisen durch die gewollte Ungleichmäßigkeit der einzelnen Glieder auf die gestaltende Hand der Goldschmiedin hin.

 

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Ute Strothotte, ebenfalls als Kettenspezialistin renommiert, entwirft in ihrer neuen Kollektion Schmuck für Finger, Arm und Ohr, bei dem sich Gold- und Silberflächen in einem komplexen Spiel in- und umeinanderschlingen.

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  Bei Jürgen Glasers Schmuck stehen Steine im Mittelpunkt; sein Augenmerk jedoch richtet sich dabei nicht auf Reinheit und Perfektion, sondern auf die Einzigartigkeit des jeweiligen Edelsteins, die durch die Abweichung von der festgelegten Norm entsteht.      mehr von Jürgen Glaser...  
  Die feinmaschigen Drahtringe von Kerstin Mayer. besitzen die weiche Anmutung textilen Gewebes. Leicht, flexibel und effektvoll tragen sie sich an der Hand.     mehr von Kerstin Mayer...  
  Filigran auch die Stücke von Viola Schwalm. Immer wieder fordert sie sich selbst durch die Verbindung von unterschiedlichen Materialien zur Erfindung innovativer Techniken heraus, die bis an die Grenzen des Machbaren stoßen, immer jedoch einen leichten Eindruck vermitteln. 

 

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www.viola-schwalm-schmuck.de

 

 
  Knallig und extravagant sind die Ringe von  Monika Seitter: Fluoreszierenden Kunststoff kombiniert sie mit hochwertigen Steinen und kreiert auf diese Weise hinreißende Juwelen, die die konventionelle Klassifizierung in "edel" und "unedel" provokativ hinter sich lassen..

 

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www.monika-seitter.de

 

 Eigenwilligkeit, Emotion und Nachdenklichkeit, gepaart mit großer handwerklicher Qualität – das sind die Tugenden, für die jeder einzelne Designer der Gruppe ZEITGLEICH steht.

 

[ ZEITGLEICH im Jahr 2002 ]

 

[ Kontakt zur Gruppe ZEITGLEICH ]